Versicherungs News
Fusion von BKK und DAK
Eine weitere Fusion der Krankenkassen steht an: Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) und die BKK Gesundheit werden in Zukunft gemeinsame Wege gehen in Form der DAK Gesundheit. Ab dem 1.1.2012 wird die somit drittgrößte Krankenkasse (nach der Barmer GEK und der TKK) mit Sitz in Hamburg ihre Arbeit unter neuer Flagge aufnehmen.
Eines der Hauptziele und -gründe für diese Fusion ist die Tatsache, dass die Kassen immer mehr sparen müssen. Immer wieder stehen sie auf Grund von zu schlechter Leistung oder zu hohen Kosten in der Kritik. Dem soll entgegengewirkt werden: Die zukünftige DAK Gesundheit wird mit ungefähr 6,6 Millionen Mitgliedern und einem Budget von 20 Milliarden Euro vertreten sein. Ziel ist es, bis zum Jahre 2015 rund 50 Millionen Euro einzusparen, dies bestätigte DAK-Sprecher Bodanowitz.
Umgesetzt werden soll dieses Vorhaben mit Hilfe einer Bündelung ihrer Versorgungsangebote und ihres Versorgungsmanagements sowie die Umstellung dieser auf die neuartige GKV-Software „iskv 21c“. Das Thema Entlassung stehe derzeit nicht zur Debatte. „Mitarbeiter sollen aufgrund der Fusion nicht entlassen werden“, bestätigten beide Häuser. Des Weiteren gäbe es keinen Aufwand für die Kunden, da alte Krankenversicherungen bestehen bleiben und auch die alten Krankenversicherungskarten ihre Gültigkeit beibehielten.
„Auf Ebene der Einzelkasse reicht die Spanne der Deckungsquoten von 90,6 bis 124,8 Prozent“ so zitierte das „Handelsblatt“ aus einem Gutachten des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung. Dies hat zur Folge, dass gespart werden muss. Die Unterschiede der Kassen und ihren zur Verfügung stehenden Geldern sind enorm: Manche bekommen 25 Prozent mehr als sie eigentlich bräuchten während andere rote zahlen schreiben, da sie für ihre kranken Versicherten zu wenig Geld erhalten. Zwar sollte genau dies mit dem im Jahre 2009 eingeführten Einheitsbeitrag vermieden werden, jedoch sieht die Realität anders aus.
Allem Anschein nach ist das bisherige System fehlerhaft: Jede Krankenkasse muss bisher ihre Einnahmen durch Beiträge dem Gesundheitsfond zuführen und erhält aus diesem Topf pro Versichertem eine Grundpauschale sowie Zuschläge deren Höhe sich nach Alter und Geschlecht richteten. Somit sollte ein Ausgleich unter den Kassen geschafften werden, damit denjenigen, die viele Kranke oder ärmere Versicherte versichern, kein Nachteil entsteht. Jedoch funktioniert dieses System nicht und ist somit nicht praktikabel. Dies wird zur Folge haben, dass auch in Zukunft noch weitere Fusionen folgen werden.
Weiterführende Links: GKV-Vergleich
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