Freitag, den 22.07.2011
Gasanbieter: Enorme Preisunterschiede
90 Gasversorger haben zum August und September Preiserhöhungen von durchschnittlich 11 Prozent angekündigt. Für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh bedeutet das eine Mehrbelastung von 133 Euro. Die Erhöhungen vergrößern die Preisunterschiede zwischen den Anbietern deutlich.
Die Gasversorger rechtfertigen die Preiserhöhungen mit gestiegenen Beschaffungskosten. Im Laufe diesen Jahres haben sich sowohl die Ölpreise als auch die Großhandelspreise an den Spotmärkten für Erdgas deutlich nach oben korrigiert. Ob ein Gasversorger die Preise für Endkunden erhöhen muss, hängt davon ab, wie viel Gas über langfristige Verträge mit Ölpreiskopplung beschafft wird und zu welchem Preis an den Märkten eingekauft wurde.
"Die unterschiedlichen Beschaffungsstrategien der Gasversorger wirken sich stärker als im Strombereich auf den Endpreis aus", erklärt Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox. "Beschaffung, Vertrieb und Marge haben derzeit einen Anteil von 51 Prozent am Gaspreis. Beim Strompreis macht dieser Posten dagegen nur 31 Prozent aus."
Eine Folge des höheren Beschaffungsanteils sind große Preisunterschiede zwischen örtlichen und überregionalen Gasanbietern. Im August 2011 bezahlen Verbraucher im günstigsten Tarif des örtlichen Gasversorgers für 20.000 kWh durchschnittlich 1.244 Euro im Jahr. Im günstigsten verfügbaren Tarif (ohne Vorauskasse) liegen die durchschnittlichen Kosten bei 945 Euro, was einer Ersparnis von 299 Euro entspricht.
Weiterführende Links:
Gastarifvergleich
Mehr News zum Suchbegriff: Gas
» Strom in ländlichen Regionen teurer
[ zur News ]
» Sparen auch Sie mit!
[ zur News ]
» Kundenboom bei Ökostromanbietern
[ zur News ]
» TelDaFax: 45.000 Kunden in Hamburg und Berlin verloren
[ zur News ]
